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Pressemitteilung
Berlin, den 23. März 2005
Ein Jahr danach - Am 23.03.2004 starb Dersu
LKWs ohne Zusatzspiegel aus der Stadt verbannen
Anlässlich des Jahrestages des tragischen Todes von Dersu fordert der Fraktionsvorsitzende der Bündnisgrünen besseren Schutz für Radfahrer. Dabei lobte er die Privatinitiativen und forderte gleichzeitig eine Offensive zur Nachrüstung.
"Die bisher beschlossene Pflicht für neue LKWs, ab 2006 einen weiteren Spiegel zu installieren, ist zu wenig", erklärt Andreas Koska. "Wir fordern die Versicherungswirtschaft auf, die Prämien für LKWs mit einem weiteren Spiegel zu senken. Wohngebieten sollen für Laster ohne Zusatzspiegel gesperrt werden."
Mit einem Antrag in der BVV wird die Verwaltung aufgefordert, geeignete Maßnahmen für die Sperrung zu entwickeln.
Bündnis 90/Die Grünen unterstützen die Initiative des Klausener Platz Kiezvereins und der Eltern, ein Denkmal für Dersu an der Kaiser- Friedrich - Straße Ecke Bismarckstraße zu errichten. Dieses Denkmal soll gleichzeitig an alle Opfer des "Toten Winkels" mahnen.
Am 23.03.2004 wurde Dersu auf dem Weg zur Schule von einem abbiegenden LKW vor den Augen seiner Mutter getötet. Die Ampel zeigte für ihn Grün.
Dieses schreckliche Ereignis hat eine bundesweite Diskussion über die Notwendigkeit eines Zusatzspiegels für LKW ausgelöst. Obwohl der "tote Winkel" eine häufige Ursache für tödliche Unfälle mit Fahrradfahrern ist, wird der "dritte Spiegel" für LKW erst 2006 für Neuwagen zur Pflicht. Eine engagierte Privatinitiative eines Charlottenburgers, Herrn Keune, hat inzwischen durch Spenden eine Nachrüstung für 100 LKW mit "Dobli- Spiegeln" ermöglicht. Doch diese Anstrengung braucht weiter Unterstützung auch aus der Wirtschaft.
In der Europäischen Union muss sich die Kommission bewegen, damit die Nachrüstung bald Pflicht wird.
Antrag der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen
Koska, Centgraf
Verbot für LKW ohne Zusatzspiegel
Die BVV möge beschließen:
Das Bezirksamt wird gebeten zu prüfen, wie in Wohngebieten ein Einfahrtsverbot für LKW ohne Zusatzspiegel möglich wäre.
Der BVV ist bis zum 30.04.2005 zu berichten
Begründung:
Gerade in Wohnstraßen mit einem hohen Fußgänger- und Fahrradanteil ist die Unfallgefahr besonders groß. LKW ohne Zusatzspiegel gefährden beim Abbiegen die schon genannten Verkehrsteilnehmer. Durch ein Zusatzschild (wie es schon jetzt in Holland Praxis ist) könnte die Unfallgefahr minimiert werden.
Rückfragen an Herrn Andreas Koska, Tel. 0172- 313 3403









